​LHP® für Hämorrhoiden (LaserHemorrhoidoPlasty)

​Dieser Ansatz wird unter geeigneter Anästhesie für die Behandlung von fortgeschrittenen Hämorrhoiden verwendet.
Die Energie des Lasers wird zentral in den Hämorrhoidalknoten eingebracht.
Durch diese Technik können die Hämorrhoiden entsprechend ihrer Größe behandelt werden, ohne Anoderm oder Mukosa zu schädigen.

Was sind Hämorrhoiden und wie entstehen sie ?

Hämorrhoidenleiden sind keine Seltenheit.
Über die Hälfte aller Männer und Frauen über 50 hat gerade jetzt das gleiche Problem wie Sie. Und etwa 80 % der Bevölkerung leiden wenigstens einmal im Leben unter den schmerzhaften Folgen einer Hämorrhoiden-Erkrankung.

Gesunde Hämorrhoiden tragen als Gefäßpolster wesentlich zum Feinverschluss des Afters bei. Sie unterstützen die Funktion des Schließmuskels.

Der After wird in erster Linie durch den inneren Schließmuskel eingestellt. Dieser dichtet ihn sozusagen ab. Auf dem Muskel sitzende Hämorrhoidenpolster helfen, Winde, Schleim und dünnflüssigen Stuhl kontrolliert im Darm zu belassen.

Die im Analkanal befindliche Haut (Anoderm) trägt mit ihrer Sensibilität zur sogenannten Feinkontinenz bei.

Im Laufe des Lebens kommt es bei einer Vielzahl von Menschen jedoch zu Vergrößerungen bzw. einem Absinken dieser Polster.


Was geschieht bei der Operation ?

Die medizinische Behandlung von Hämorrhoiden richtet sich nach dem Stadium der Erkrankung.
Man unterteilt Hämorrhoiden in 4 Grade. Im Anfangsstadium (1. Grad) kann eine medikamentöse Behandlung und Diät ausreichend sein.

Im fortgeschrittenen Stadium (Hämorrhoiden werden während des Stuhlgangs nach außen gepresst) wird meist operativ behandelt, wobei häufig das übermäßige Hämorrhoidengewebe beseitigt (herausgeschnitten) wird.

Dabei wird in der Regel auch das empfindliche Anoderm verletzt und teilweise entfernt. Dieser chirurgische Eingriff kann neben Schmerzen die unterschiedlichsten Komplikationen mit sich bringen.


Welche Wirkung hat die Laserbehandlung mit LHP® ?

Das neue minimal-invasive LHP®- Verfahren schont die empfindliche Analhaut (Anoderm): Die Hämorrhoiden werden unter geeigneter Anästhesie über einen kleinen Einstich mit einer dünnen Lasersonde von innen heraus geschrumpft, ohne das Anoderm zu verletzen. Auf diese Weise gibt es nur eine sehr kleine Wunde.

Durch die gezielte Tiefenwirkung des Lasers werden die vergrößerten Hämorrhoiden zusätzlich auch von ihrer Blutversorgung abgeschnitten. Nach der Laserbehandlung kommt es innerhalb von wenigen Tagen zu einem Rückgang der Blutungen.


Zusammen­­fassung

Behandlungsdauer
45-60 Minuten

Anästhesie
In Rückenmark- oder Vollnarkose, ggf. in Dämmerschlaf

Behandlungsort
Ambulant

Genesungsdauer
Rasche Genesung

Laser Vorteile

Die LHP®-Behandlung eignet sich für Patienten mit 2- bis 4-gradigen Hämorrhoiden. Im Gegensatz zu konventionellen chirurgischen Eingriffen gibt es in der Regel keine Schnitte, und es wird kein Gewebe entfernt. 

  • ​Maximale Erhaltung der Feinkontinenz
  • ​​​​ Bestmögliche Erhaltung von Schließmuskel, Anoderm und Schleimhäuten
  • ​​ Kurze Arbeitsunfähigkeit
  • ​ Ambulanter Eingriff ohne Krankenhausaufenthalt und mit niedrigem Infektionsrisiko
  • ​ Keine Schnitte sowie keine Gewebeentfernung, lediglich ein kleiner Einstich zur Einführung der Lasersonde (Laserfaser)
  • Kurze Behandlungsdauer

Faktoren, die Hämorrhoiden begünstigen

  • Verstopfung
  • Langanhaltender Durchfall
  • Intensives Pressen während des Stuhlgangs
  • Schwangerschaft
  • Übergewicht
  • Ballaststoffarme Ernährung
  • Vererbung
  • Anstrengende körperliche Aktivitäten
  • Verletzungen oder Operationen
  • Bindegewebsschwäche


​Behandlungsschritte einer ​ Hämorrhoiden Laserbehandlung

​Behandlung – 1. Schritt
Die Laserfaser wird unter Sicht genau im Zentrum des Hämorrhoidenpolsters platziert.

​Behandlung – 2. Schritt
​Mit der LHP® Laserfaser wird jede Hämorrhoide gezielt von innen heraus geschrumpft.

​Behandlung – 3. Schritt
Als Ergebnis der Behandlung schrumpfen die Hämorrhoiden und bilden sich langsam zurück.